Unser Wahlprogramm zur Kommunalwahl 2026 in Delmenhorst
Unser Wahlprogramm 2026 in voller Länge
Umweltschutz, Klima, Wirtschaft, Bildung, Gesundheit, Soziales, Demokratische Teilhabe, Kultur und vieles mehr: Hier findest du unser Wahlprogramm zur Kommunalwahl 2026 in voller Länge als Download:
Wer steht zur Wahl?
Bündnis 90 / DIE GRÜNEN hat zur Kommunalwahl 2026 14 Kandidierende in Delmenhorst aufgestellt. Hier kann du sie kennenlernen:
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Themen und Inhalte
Klima, Umwelt und Infrastruktur
Delmenhorst liegt derzeit - 2023 ist der aktuellste Datenstand - bei der Erreichung der Klimaziele deutlich hinter dem Fortschritt auf der Landesebene Niedersachsen. Die Lücke zum Zwischenziel einer CO2-Reduktion von 75% gegenüber 1990 ist beträchtlich. Die größten Verursacher von CO2 sind die privaten Haushalte, der Verkehr und die Industrie. Es muss aber berücksichtigt werden, dass die Hebel und Einflussmöglichkeiten auf kommunaler Ebene begrenzt sind.
- Wir wollen das Klimaschutzmanagement dauerhaft absichern mit ausreichend Personal und einem festen Umsetzungsbudget. Klimaschutz darf nicht durch Vakanzen, Projektstau oder fehlende Transparenz ausgebremst werden.
- Wir werden das Klimaschutzkonzept DEL 2040 aktiv in der Vorbereitung und Umsetzung unterstützen und uns dafür einsetzen, das Vorhaben umgesetzt werden, die einen wirksamen Beitrag zur Reduzierung der Treibhausgasemissionen liefern.
- Wir fordern einen jährlichen Klimabericht, ein verständliches Ampel-Monitoring, ein öffentliches Klima-Dashboard und eine transparente Fortschrittskontrolle für Rat und Öffentlichkeit. Für das Jahr 2030 fordern wir eine unabhängige wissenschaftliche Evaluation.
- Wir setzen uns für eine stärkere Ausstattung der öffentlichen Gebäude mit Photovoltaik-Anlagen aus, wo Lage und Struktur des Gebäudes dem nicht entgegenstehen.
- Wir setzen uns für eine Prüfung des „Energy Sharing”-Konzepts ein, welches die städtische Stromversorgung günstiger und klimafreundlicher machen könnte.
- Zur Energiewende vor Ort gehört für uns der Ausbau erneuerbarer Energien mit Augenmaß und kommunalem Nutzen. Wir wollen das Repowering bestehender Windkraftstandorte prüfen, mehr Photovoltaik voranbringen, kommunale Energieprojekte unterstützen und Energiegenossenschaften stärken. Bürgerenergie ist für uns ein direkter Weg um Akzeptanz, Beteiligung und lokale Wertschöpfung zusammenzubringen.
- Besonders wichtig ist uns die kommunale Wärmeplanung, weil hier die größten kommunalen Anknüpfungspunkte zum Klimaschutz liegen. Gleichzeitig ist eine sichere und eine bezahlbare private Wärmeversorgung für alle Bürger und Bürgerinnen der Stadt von zentraler Bedeutung.
- Die Stadt Delmenhorst hat gemäß den gesetzlichen Vorgaben eine kommunale Wärmeplanung aufzustellen. Dazu muss der Einsatz fossiler Energieträger maßgeblich verringert und der Anteil erneuerbarer Energien entsprechend erhöht werden.
- Das Konzept zur Wärmeplanung liegt vor und enthält Vorschläge zum Aufbau einer treibhausgasneutrale Wärmeversorgung. Dazu wird ein Wärmebedarf in Höhe von rund 800 GWh im Jahr prognostiziert, der sowohl zentral als auch dezentral realisiert werden muss. Zur dezentralen Versorgung einzelner Gebäude können Wärmepumpen in Frage kommen, die der Außenluft oder dem Erdreich Wärme entziehen.
- Für die zentrale Wärmeversorgung über Wärmenetzen können die Bedarfe über Solarthermie oder Erdwärmesonden gewonnen werden. Hinzu kommen Potenziale im Bereich Abwasser und Abwärme sowie Biomasse.
- Das Konzept enthält ein Bündel an Maßnahmenvorschlägen, die innerhalb der nächsten fünf Jahre umgesetzt werden müssen. Dazu gehören die Detailprüfung von wärmenetzgeeigneten Gebieten in der Stadt, der Einsatz von Bio-Flüssiggas und die Abwärmenutzung in Industrieanlagen.
- Ein besonderer Punkt sind Informationskampagnen zu Sanierung und dezentralen Versorgungsmöglichkeiten, u.a. die Entwicklung handlungsorientierter Dokumente zu Erdsonden/Kollektoren für Privathaushalte, zum Kauf von Wärmepumpen und zur entsprechenden Fördermittelberatung. Ein weiteres Handlungsfeld sind Informationen und Starthilfen für die Gründung einer Energiegenossenschaft zur Umsetzung von wärmebezogenen Projekten.
- Wir wollen einen Umsetzungsfahrplan für die Quartiere und dass erklärt wird, was die Wärmeplanung für einzelne Häuser und Straßenzüge bedeutet. Außerdem braucht es eine bessere Beratungsstruktur für Wärmepumpen, Wärmenetze, Sanierung und Fördermittel. Bewohner*innen sollen sich informieren können, welche Lösungen in ihrem Quartier realistisch sind und wie die Umsetzung ablaufen würde. Wärmeplanung wird nur dann akzeptiert, wenn sie nachvollziehbar, planbar und bezahlbar ist.
- Wir wollen ein Stadtbaum- und Schattenprogramm, durch das auch bei starker Hitze noch der Alltag ermöglicht wird: An Schulwegen, Haltestellen, Innenstadtachsen, Kitas, Schulen, Senioreneinrichtungen und auf stark genutzten Plätzen soll es eine entsprechende Bepflanzung geben.
- Wir wollen Gießpatenschaften, Trinkwasserbrunnen, Cool Spots und schattige Sitzgelegenheiten, an denen Menschen auch an heißen Tagen gut durch den Alltag kommen.
- Wir wollen für Delmenhorst das Prinzip der Schwammstadt umsetzen. Regenwasser soll – wo sinnvoll – gehalten, genutzt und kontrolliert abgeleitet werden. Die vorhandene Starkregengefahrenkarte muss dafür verbindlich in Planung und Vorsorge einfließen.
- Wir wollen eine Top-10 der Starkregen-Hotspots festlegen, um 1–2 sichtbare Pilotprojekte zu Rückhalt, Entsiegelung, Zisternen oder Notwasserwegen zu starten und die gewonnenen Erfahrungen anschließend in Bebauungspläne, Verträge und kommunale Standards zu überführen.
- Wir wollen prüfen, wie historische Moorflächen langfristig stärker zum Klima-, Wasser- und Naturschutz beitragen können. Dazu gehört aus unserer Sicht ausdrücklich auch die Frage der Wiedervernässung. Wir erreichen damit zwei wesentliche Effekte: Einerseits werden im erheblichen Maße freigesetzte klimaschädliche Methangasemissionen verringert. Andererseits werden Tier- und Pflanzenwelt in dem weitläufigen Gebiet nachhaltig geschützt und die Artenvielfalt erhöht.
- Die Delme wollen wir mit dem „Blauen Band“ stärker als verbindendes Element in der Innenstadt sichtbar und erlebbar machen.
- Wir fordern bei konfliktträchtigen Flächen vor Entscheidungen einen Kriteriencheck zu Wasserpuffer, Hitze, Starkregen, Grün und Erreichbarkeit.
- Wir wollen bei öffentlichen Investitionen die Fällung jedes Baumes sowie den Umfang der geplanten Flächenversiegelungen kritisch überprüfen. Bei bereits bebauten öffentlichen Flächen soll geprüft werden, ob ein Teil der Flächen wieder entsiegelt werden kann.
- Wir setzen uns für mehr Dach- und Fassadenbegrünungen ein, insbesondere auf öffentlichen Gebäuden. Dies kann das Wasser- und Wärmemanagement in dicht besiedelten Gebieten verbessern, ohne viel Platz zu benötigen. Grüne Dächer halten Regenwasser zurück und verringern das Überschwemmungsrisiko bei Starkregen. Grüne Fassaden senken die Lufttemperatur und den Energiebedarf und verbessern die Luftqualität³. Eine ökologische Gestaltung von Dach- und Fassadenbegrünungen fördert gleichzeitig die Biodiversität, da sie Rückzugsorte für Vögel und Insekten in dicht bebauten Gebieten schaffen. Begrünte Dächer könnten zudem als „Dachgarten“ genutzt werden und den sozialen Austausch fördern.
- Wir wollen daher das Schulstraßen-Konzept als sichtbares Pilotprojekt in Delmenhorst umsetzen. Geeignete Schulen sollen identifiziert, die Bring- und Holsituation vor Ort geprüft und ein bis zwei mögliche Pilotstandorte vorbereitet werden. Dabei geht es auch um sichere Querungen, gute Gehwege, Fahrradabstellplätze, Hol- und Bringpunkte außerhalb des direkten Schultors. Dies schließt für uns auch eine frühzeitige Kommunikation mit Schulen, Eltern und Anwohnenden ein. Schulstraßen sind für uns ein Leuchtturmprojekt mit hoher Alltagswirkung und schneller Sichtbarkeit.
- Wir wollen außerdem den Radverkehr deutlich stärken. Das ermöglicht es Menschen im Alltag auf Fahrräder umzusteigen und dadurch CO2 einzusparen. Delmenhorst ist von Größe und Struktur her gut dafür geeignet, die Infrastruktur ist aber vielerorts zu schmal, zu unsicher oder veraltet. Wir setzen uns deshalb für sichere und breitere Radwege, eine bessere Trennung von Rad- und Fußwegen, mehr Fahrradparkplätze an wichtigen Zielorten und die Prüfung von Fahrradstraßen ein. Wo schnelle Verbesserungen möglich sind, sollen auch Popup-Radwege als Testinstrument geprüft werden. Unser Ziel ist ein Radnetz, das im Alltag wirklich funktioniert – mit besserer Führung, mehr Sicherheit. Unser Vorschlag sind zwei bis drei Pilotachsen, auf denen Verbesserungen zuerst sichtbar werden. Dazu gehören auch sichere Knotenpunkte, eine bessere Verknüpfung von Rad und ÖPNV, mehr Abstellanlagen an Haltestellen und Bahnhöfen sowie Tempo 30 außerhalb der Hauptverkehrsstraßen dort, wo das die Sicherheit erhöht.
- Den Radschnellweg Bremen–Oldenburg wollen wir mit Nachdruck voranbringen. Gute Radverkehrspolitik heißt für uns: mehr Sicherheit, mehr Komfort, echte Alternativen zum Auto und dadurch weniger CO2. Ergänzend setzen wir auf zielgerichtete und insektenfreundliche Beleuchtung dort, wo Wege sicherer werden müssen und das ohne unnötige Lichtverschmutzung.
- Ein Rufbus kann in Randzeiten eine echte Verbesserung sein, zum Beispiel für Wege zum Bahnhof, in die Innenstadt, zu Ärzt*innen oder zum Einkauf.
- Ein Bürgerbus kann gerade bei regelmäßigen Strecken wie Seniorenfahrten, Zubringern zum Bahnhof oder Verbindungen aus schwächer angebundenen Bereichen sinnvoll sein.
- Eine Mitfahrplattform kann den Pendlerverkehr Richtung Bremen und ins Umland besser organisieren, freie Plätze nutzen und Mobilitätskosten senken. Wichtig ist uns dabei: Die Angebote müssen bezahlbar, leicht nutzbar und telefonisch wie digital erreichbar sein. Außerdem wollen wir Barrierefreiheit im ÖPNV stärker mitdenken und die Umstellung auf klimafreundlichere Busverkehre weiter unterstützen.
- Zur Mobilität gehört für uns auch der (digitale) Delmenhorst-Pass. Er soll als einheitlicher Stadtpass für alle schrittweise eingeführt werden und gerade im Mobilitätsbereich eine wichtige Rolle spielen. Mit ihm können verschiedene Vergünstigungen diskriminierungsfrei in Anspruch genommen werden. ÖPNV und Ticketlogik gehören für uns zu den sinnvollen Startmodulen. So kann Teilhabe einfacher werden, ohne Menschen zu markieren.
- Wir wollen neue Quartiere mit grünen Standards entwickeln. Das bedeutet Schatten, kühlende Bepflanzung, ein realistischer Umgang mit Starkregen, gute Alltagswege und klimaangepasstes Bauen. In Delmenhorst ist die Versickerung oft nur eingeschränkt möglich. Wir brauchen daher standortgerechte Lösungen mit Rückhalt, Notwasserwegen und wassersensibler Planung. Kitas, Schulen und Senioreneinrichtungen sollen bei klimaangepasster Planung besonders mitgedacht werden. Für neue Quartiere wollen wir deshalb einen Quartierscheck: Bezahlbarkeit, Klima, Wasser, soziale Infrastruktur und digitale Erschließung müssen zusammen betrachtet werden.
- Wir wollen Mehrgenerationenwohnen und gemeinschaftliche Wohnformen stärken. Delmenhorst hat mit Projekten wie dem Selve-Haus und Initiativen im Wollepark bereits Anknüpfungspunkte. Daraus wollen wir Pilotprojekte mit geeigneten Flächen machen. Gleichzeitig gehört für uns auch digitale Infrastruktur zur Quartiersqualität. Deshalb wollen wir den Glasfaserausbau transparenter und besser koordiniert machen. Für neue Quartiere setzen wir auf einen FTTH-ready-Standard, bei laufenden Projekten auf mehr Tempo, Verbindlichkeit und ein besseres Status-Monitoring. Delmenhorst soll so wachsen, dass Wohnen bezahlbar bleibt und Quartiere gleichzeitig klimafest und alltagstauglich werden.
- Wir wollen städtische Wohnungsbaugesellschaften, Genossenschaften und Bauvereine stärken und Investitionen in bezahlbaren, bedarfsgerechten Wohnraum unterstützen. Bei größeren Bauprojekten sollen serielle und modulare Bauweisen dort geprüft und ermöglicht werden, wo sie Baukosten senken, Planungs- und Bauzeiten verkürzen und zugleich hohe ökologische, soziale und städtebauliche Standards sichern. Besonders wichtig sind kleine, bezahlbare und möglichst barrierearme Wohnungen für Menschen mit geringem Einkommen, ältere Menschen, Alleinstehende und junge Menschen (Studierende). Dabei müssen neben den Baukosten auch die laufenden Betriebs- und Energiekosten berücksichtigt werden.
- Wir müssen die Bearbeitung von Bauanträgen beschleunigen. Hierzu ist das Bauamt mit ausreichend Personal auszustatten. Private Bauherren sollen sich schnell und unkompliziert insbesondere zur energetischen Sanierung beraten lassen können.
- Wir fordern alle rechtlichen Mittel auszuschöpfen, Vermieter, die ihre Immobilien verwahrlosen lassen, in die Pflicht zu nehmen und im Extremfall zu enteignen.
- Zur Bekämpfung von Wohnungslosigkeit wollen wir Angebote wie Housing First (niedrigschwelliges Wohnungsangebot für Nichtsesshafte) voranbringen.
- Notschlafstellen insbesondere für Frauen und Tagesaufenthalte wollen wir stärken sowie aufsuchende Beratung ausbauen.
- Wir fordern ein niedrigschwelliges und mehrsprachiges Beratungsangebot für Mieter*innen.
- Wir werden die Notwendigkeit eines Wärmebusses prüfen lassen.
- Eine wachsende Zahl von Menschen lebt in Wohnungen, die ihnen zwischenzeitlich längst zu groß geworden sind, weil die Kinder „aus dem Haus“ sind und/oder die Partnerin/der Partner verstorben ist. Diese Menschen möchten wir unterstützen, wenn sie freiwillig in eine andere, kleinere Wohnung innerhalb ihres Quartiers umziehen möchten.
Wir wollen die Stadtsauberkeit sichtbar verbessern – mit einem Hotspot-Plan, mehr Mülleimern und Aschern an den richtigen Stellen, Pfandablagen als Pilot und konsequentem Vorgehen gegen illegale Müllablagerungen. Gleichzeitig wollen wir Müll vermeiden, bevor er entsteht: Mehrweg soll bei städtischen Veranstaltungen Standard werden, ein Rückgabe-Netz für To-Go und Lieferdienste soll aufgebaut werden, und eine Verpackungssteuer kann als Lenkungsinstrument geprüft werden – aber nur mit praktikablen Alternativen und schlanker Umsetzung. Die öffentliche Daseinsvorsorge bei Wasser und Entsorgung bleibt für uns ein Grundsatz.
- Wir wollen Tausch- und Verschenkbörsen oder permanente Einrichtungen zum kostenlosen Abholen noch brauchbarer Gegenstände, die andernfalls auf dem Müll landen, einrichten.
- Wir wollen die Natur- und Gewässerräume in Delmenhorst konsequent schützen und weiterentwickeln. Wiekhorn-Graftanlagen, Delmetal, Streuobstwiesen, Biotope und Stadtwälder sind für uns keine Reserveflächen, sondern Klima-, Natur- und Erholungsinfrastruktur. Wir setzen auf Renaturierung, naturnahe Pflege, die schrittweise Umsetzung von FFH-Maßnahmen und den Schutz empfindlicher Räume auch dort, wo Nutzungsdruck steigt.
- Eingriffe in die Natur aufgrund der Ausweisung von Bauflächen müssen durch Aufwertungen an anderer Stelle vollständig kompensiert werden.
- Wir wollen dafür sorgen, dass nicht bebaute Flächen in Baugebieten auch begrünt werden.
- Wir wollen, dass öffentliche Grünflächen im bebauten Bereich naturnah gestaltet werden, soweit das mit ihrer eigentlichen Zweckbestimmung vereinbar ist.
- Wir wollen die ehrenamtliche Arbeit der Naturschutzverbände und -vereine unterstützen.
- Wir setzen uns für mehr Grün in bestehenden Wohngebieten ein und plädieren für den freiwilligen Rückbau von Steinwüsten, da sie schädlich für Klima und Umwelt sind.
- Wir wollen den örtlichen Baumbestand schützen. Daher wollen wir, dass die veraltete Baumschutzsatzung für Delmenhorst erneuert wird.
- Wir wollen, dass unumgängliche Baumfällungen nach einem CO2-Äquivalenzprinzip ausgeglichen werden sollen. Das heißt, die CO2-Aufnahmefähigkeit eines gefällten Baums muss voll ersetzt werden durch Maßnahmen, die mindestens ein gleiches Maß an CO2-Aufnahmefähigkeit (Absorptionsvermögen) aufweisen.
Wirtschaft und Finanzen
- Wir fordern die konsequente Umsetzung des beschlossenen Gewerbeentwicklungsplans und die Schaffung eines nachfrageorientierten Gewerbeflächenangebots. Elemente sind die Nachverdichtung aber auch Neuerschließungen. Eine sorgfältige Abwägung im Sinne des Umwelt- und Naturschutzes ist dabei unabdingbar.
- Wir fordern ein aktives Standortmarketing sowie die Intensivierung der Gründungs- und Innovationsförderung.
- Wir streben eine Vertiefung der interkommunalen Kooperation zur Schaffung guter Standortbedingungen der gesamten Region an, da zukünftige Herausforderungen nur gemeinsam bewältigt werden können.
- Unser Ziel ist die Verkürzung von Genehmigungsverfahren. Bei der Genehmigung von Windkraftanlagen liegen die niedersächsischen Kommunen mit den kürzesten Genehmigungsverfahren bundesweit an der Spitze. Das wollen wir auch in anderen Bereichen schaffen.
- Wir wollen Delmenhorster Hausbesitzer*innen bei der energetischen Sanierung ihrer Häuser intensiv und umfassend unterstützen. Die Idee: „Arbeit aus Delmenhorst für Delmenhorst“. Für die umweltgerechte Renovierung von Immobilien in Delmenhorst sollen Informationen über das Leistungsspektrum Delmenhorster Handwerksbetriebe gebündelt werden. Zusätzlich sollen bereits bestehende niedrigschwellige Beratungsangebote und Finanzierungsmöglichkeiten von Bund und Land transparenter aufbereitet werden. Instrumente sind Websites, Informationsveranstaltungen und Messen.
- Wir wollen mit der Förderung von Ankerprojekten die Voraussetzung für eine lebhafte und lebenswerte Innenstadt schaffen.
- Durch eine stärker gemischte Nutzung der Innenstadt und die Erhöhung der Aufenthaltsqualität werden wir unseren örtlichen Einzelhandel beleben. Die Wirtschaftsförderung muss Unternehmer*innen schnell und unbürokratisch unterstützen. Dafür muss das Einzelhandelskonzept in Abstimmung mit den Kaufleuten regelmäßig weiterentwickelt werden.
- Wir wollen Initiativen des Einzelhandels mit Blick auf Internetpräsenz, Digitalisierung und Dienstleistungskompetenz unterstützen.
- In der Innenstadt soll die Delme als verbindendes Element im Projekt „Blaues Band“ die Aufenthaltsqualität steigern und gleichzeitig zum Umwelt- und Klimaschutz beitragen. Dazu gehören neue Fußwege entlang des Wassers oder (mittels neuer Brücken) über das Wasser, die Wiedersichtbarmachung unterirdisch verlaufender Teilabschnitte, die Schaffung von Aufenthaltsqualitäten am Flussufer (als öffentliche oder außengastronomische Flächen), die Ertüchtigung und Sanierung von Uferbefestigungen (Hochwasserschutz).
- Der verstärkte Einsatz von Reinigungskräften soll für mehr Sauberkeit in der Innenstadt sorgen.
- Wir wollen einen Runden Tisch mit Bundes- und Landespolizei, dem Ordnungsamt und den Delmenhorster Innenstadtkaufleuten organisieren. Ziel ist es, die Teilnehmenden besser miteinander zu vernetzen und ein übergreifendes Sicherheitskonzept für die Delmenhorster Innenstadt zu erarbeiten. Dies wäre eine ideale Ergänzung zum seit 1994 bestehenden kommunalen Präventionsrat der Stadt Delmenhorst.
- Wir wollen den geplanten Bau von Seniorenwohnungen in der Innenstadt unterstützen. Zusätzlich zu den geplanten Baumaßnahmen (unter Anderem Ansiedlung der BBS2 auf dem Hertiegelände) wird dies die Innenstadt beleben und Nachfrage im Einzelhandel und in der Gastronomie schaffen.
- Wir schlagen den Bau eines Wohnheims für junge Menschen (zum Beispiel Studierende) und junge Familien im Rahmen des Projekts Wonnepark zur Belebung der Innenstadt und der Gewinnung von Kaufkraft vor.
- Wir wollen Delmenhorst stärker als bezahlbaren Wohnstandort für junge Menschen, Auszubildende, Studierende und Berufseinsteiger*innen im Raum Bremen–Oldenburg entwickeln.
- Die Attraktivität der Innenstadt und das Nutzungserlebnis öffentlicher Einrichtungen sollen durch eine dichtere Verfügbarkeit von frei zugänglichem WLAN verbessert werden.
- Wir wollen eine Einführung der Grundsteuer C (Grundsteuer auf unbebaute Grundstücke). Dies soll auch zu einer Verbesserung des Wohnungsangebotes in Delmenhorst beitragen.
- Wir werden prüfen, ob über eine Steuer auf Einwegverpackungen neben positiven Umwelteffekten (Sauberkeit, Reduzierung von Plastik) auch nachhaltige finanzielle Vorteile entstehen würden.
- Wir wollen die Steuereinnahmen der Stadt durch eine konsequente Umsetzung unserer Ideen zur kommunalen Wirtschaftsentwicklung steigern.
- Wir wollen in enger Zusammenarbeit mit der örtlichen Wirtschaft, den Kammern und unseren berufsbildenden Schulen Aus- und Fortbildungsangebote vor allem in Mangelberufen schaffen.
- Wir wollen das berufliche Qualifizierungsniveau erhöhen, um insbesondere jungen Menschen die Perspektiven auf dem Arbeitsmarkt zu verbessern. Auch hier und im folgenden Punkt möchten wir die örtlichen Betriebe einbinden.
- Wir wollen die berufliche Integration von Geflüchteten durch Maßnahmen zur Berufsbegleitung, durch die erleichterte Anerkennung im Ausland erworbener Abschlüsse sowie durch Programme zur berufsintegrierten Sprachförderung verbessern. Die von der aktuellen Bundesregierung angekündigte Streichung von Mitteln zur Sprachförderung und Integration sind schädlich und müssen rückgängig gemacht werden.
- Wir schlagen vor, dass Delmenhorst regelmäßig eine Gewerbeschau veranstaltet, auf der sich die örtlichen Unternehmen den Menschen aus Delmenhorst und dem Umland präsentieren.
Soziales & Gesundheit
- Geflüchtete (aus kriegsbedingten oder wirtschaftlichen Gründen) sollen ab dem ersten Monat Unterstützung beim Erlernen der deutschen Sprache erhalten. Dafür muss ausreichend Personal mit den entsprechenden Sprachkenntnissen für Beratung und Begleitung vorhanden sein.
- Geflüchteten sollen nach Erteilung der Arbeitserlaubnis angemessene Arbeitsangebote (ähnlich den Projekt Injob) gemacht werden.
- Termine bei Ärzt*innen und Psychotherapeut*innen sind je nach Dringlichkeit zu ermöglichen. Alle mit der Integration von Geflüchteten befassten Personen müssen hierfür geschult und mit Notfallkontakten ausgestattet werden.
- Es sollen ausreichend Integrationskurse für alle Geschlechter und jede Altersklasse zur Verfügung gestellt werden. Die Teilnahme sollte eng von Integrationslotsen begleitet werden.
- Wir wollen ausreichend Betreuungsplätze für Kinder anbieten, damit Eltern auch Sprach- und Integrationskurse besuchen können.
- Insbesondere Kindern wollen wir sofort Angebote zum Lernen der deutschen Sprache machen, damit sie schnell in das Schulsystem aufgenommen werden können.
- Wir wollen die schulbegleitende Sprachförderung auf ehrenamtlicher Basis ausbauen.
- Wir wollen eine Kontaktstelle für Patenschaften von Delmenhorster*innen und Geflüchteten auf ehrenamtlicher Basis schaffen.
- Die Bezahlkarte für Geflüchtete wollen wir abschaffen, da sie diskriminierend und stigmatisierend ist.
- Bei der Finanzierung der Einrichtung des neuen Frauenhauses sollte die Stadt Delmenhorst unterstützen. Dabei ist auch die geschlechts- und altersgerechte Unterbringung der begleitenden Kinder zu berücksichtigen.
- Wir fordern einen transparenten Aktionsplan zur Verhütung von Gewalt gegen Frauen, der in allen Bereichen der Verwaltung mitgedacht wird.
- Wir wollen, dass die Handlungsempfehlungen des Darmstädter Modells in Delmenhorst umgesetzt werden, unter anderem mit Pflichtfortbildungen zum Thema häusliche Gewalt.
- Wir wollen eine finanzielle Unterstützung von Frauenberatungsstellen und Hilfesystemen.
- Wir brauchen mehr saubere öffentliche Toiletten inklusive Wickelräumen sowie Stillmöglichkeiten und Rückzugsräume auch in der Graft.
- Die Pflegestützpunkte müssen gestärkt werden.
- Wir wollen flächendeckende, verlässliche und flexible Angebote zur Kinderbetreuung schaffen.
- Wir brauchen mehr Familienhebammen und dabei dem generellen Hebammenmangel bedarfsgerecht und interkulturell sensibel entgegenwirken. Hierfür sind uns frühe Hilfen, kommunale Netzwerke und das Stärken bzw. Verstetigen von guten Angeboten wichtig.
- Wir wollen, dass die Täterarbeit ausgebaut wird und bereits in Schulen für das Thema Gewalt an Frauen sensibilisiert wird.
- Wir wollen kommunale Möglichkeiten nutzen, um wohnortnahe medizinische Versorgung zu stärken und attraktive Rahmenbedingungen für neue Versorgungsstrukturen zu schaffen.
- Wir wollen gesundheitliche Prävention durch Förderung von Bewegungsangeboten, Suchtberatung, Sexualpädagogik, Ernährungsberatung an Schulen unterstützen.
- Wir wollen einen Hitzeschutz in Delmenhorst auch in Alten- und Pflegeheimen, Kindergärten, Schulen, Spielplätzen sicherstellen.
- Wir wollen in der Innenstadt ausreichend Schatten- und Sitzplätze schaffen.
- Wir wollen die Einrichtung eines Runden Tischs zum Thema Pflege, bei dem sich alle Beteiligten regelmäßig über den aktuellen Stand und die Herausforderungen austauschen und Maßnahmen vereinbaren können.
- Wir fordern den Ausbau von Pflegeberatungsstellen mit aufsuchender Hilfe.
- Wir wollen die Förderung von Tagespflegestellen, Kurzzeitpflege und generationsübergreifenden Wohnraumformaten sicherstellen.
- Pflegende Angehörige sollen durch Entlastungsangebote oder Gesprächs- und Selbsthilfegruppen unterstützt werden.
- Wir fordern faire Arbeitsbedingungen und Bezahlung der Angestellten in städtischen Pflegeeinrichtungen. Wir wollen die Stadt Delmenhorst als Arbeitgeberin attraktiver machen, um die Einstellung teurer Leiharbeiter*innen zu verhindern. Denn das kann zu Unzufriedenheit bei der Stammbelegschaft führen, da diese besser bezahlt und nur für kurze Zeitabschnitte eingesetzt werden.
- Wir wollen eine ausreichende Kinderbetreuung für Mitarbeitende im Klinikum Delmenhorst und angegliederten Einrichtungen schaffen
- Wir wollen die Delmenhorster Schule für Pflegeberufe fördern und ausbauen. Wer hier in einem schönen Umfeld lernt, bleibt auch. Der Zugang muss auch für Schüler*innen mit geringen Deutschkenntnissen einfach sein. Eine Lösung hierfür wäre beispielsweise der Unterricht in Fremdsprachen.
- Wir wollen das bestehende Bildungs- und Teilhabepaket zu einem Sozialpass (Delmenhorst-Pass) erweitern, wodurch bedürftige Personen vergünstigten Eintritt ins Schwimmbad erhalten, vergünstigte Tickets für den ÖPNV bekommen, Kulturangebote (zum Beispiel Kino) günstig wahrnehmen können. Alle anderen Delmenhorster*innen sollen den Pass für bargeldlosen Eintritt und die Nutzung von Ermäßigungen (Ehrenamtspass) einsetzen können.
- Wir fördern den Ausbau und die Errichtung von Begegnungsorten wie Stadtteilcafés, Nachbarschaftszentren, Gemeinschaftsgärten, Hochbeetgärten, Tauschbörsen und Reparaturcafés.
- Wir fordern die Unterstützung der Tafel (zum Beispiel durch die Aktion „kaufe ein Teil mehr“), Kleiderkammern, Schuldnerberatung und Soziallotsen.
- Wir wollen, dass Kinder aus bedürftigen Familien durch kostenloses Kitaessen, Schulfrühstück, sowie Ferien- und Freizeitangebote und Lernförderung unterstützt werden.
- Wir wollen einen kontinuierlichen Ausbau des Angebots für Jugendliche. Die Villa ist ein hervorragendes Konzept, aber nicht für alle Delmenhorster Jugendlichen erreichbar. Dies und ähnliche Angebote in den anderen Stadtteilen wollen wir weiterhin ausreichend unterstützen.
- Wir wollen kostenfreie Hygieneprodukte in städtischen Einrichtungen/Schulen umsetzen.
- Wir fordern barrierefreie Zugänge in allen öffentlichen Gebäuden.
- Wir wollen mehr Willkommensangebote für Neu-Delmenhorster*innen oder frisch Eingebürgerte, zum Beispiel durch Stadtteilspaziergänge oder Begrüßungsabende.
- Wir fordern die Einrichtung einer Kinderbetreuungsbörse, in der insbesondere Alleinerziehende zuverlässige Betreuungskräfte finden können. Diese sollen eine kurze fachliche Schulung erhalten.
- Wir wollen das bestehende Bildungs- und Teilhabepaket zu einem Sozialpass (Delmenhorst-Pass) erweitern, wodurch bedürftige Personen vergünstigten Eintritt ins Schwimmbad erhalten, vergünstigte Tickets für den ÖPNV bekommen, Kulturangebote (zum Beispiel Kino) günstig wahrnehmen können. Alle anderen Delmenhorster*innen sollen den Pass für bargeldlosen Eintritt und die Nutzung von Ermäßigungen (Ehrenamtspass) einsetzen können.
- Wir fördern den Ausbau und die Errichtung von Begegnungsorten wie Stadtteilcafés, Nachbarschaftszentren, Gemeinschaftsgärten, Hochbeetgärten, Tauschbörsen und Reparaturcafés.
- Wir fordern die Unterstützung der Tafel (zum Beispiel durch die Aktion „kaufe ein Teil mehr“), Kleiderkammern, Schuldnerberatung und Soziallotsen.
- Wir wollen, dass Kinder aus bedürftigen Familien durch kostenloses Kitaessen, Schulfrühstück, sowie Ferien- und Freizeitangebote und Lernförderung unterstützt werden.
- Wir wollen einen kontinuierlichen Ausbau des Angebots für Jugendliche. Die Villa ist ein hervorragendes Konzept, aber nicht für alle Delmenhorster Jugendlichen erreichbar. Dies und ähnliche Angebote in den anderen Stadtteilen wollen wir weiterhin ausreichend unterstützen.
- Wir wollen kostenfreie Hygieneprodukte in städtischen Einrichtungen/Schulen umsetzen.
- Wir fordern barrierefreie Zugänge in allen öffentlichen Gebäuden.
- Wir wollen mehr Willkommensangebote für Neu-Delmenhorster*innen oder frisch Eingebürgerte, zum Beispiel durch Stadtteilspaziergänge oder Begrüßungsabende.
- Wir fordern die Einrichtung einer Kinderbetreuungsbörse, in der insbesondere Alleinerziehende zuverlässige Betreuungskräfte finden können. Diese sollen eine kurze fachliche Schulung erhalten.
- Wir wollen, dass kommunalen Einrichtungen barrierefrei und interkulturell verständlich kommunizieren. Formulare, Online-Portale müssen selbst gewählte Pronomen und mehr als zwei Geschlechtsoptionen ermöglichen.
- Wir setzen uns für eine unabhängige kommunale Antidiskriminierungsstelle als niedrigschwellige Beratungs- und Ansprechstelle ein, die zusätzlich die Aufgabe hat, mit den relevanten queerpolitischen Akteur*innen in unserer Stadt zusammenzuarbeiten.
- Vereine, Veranstalter*innen etc. unterstützen wir dabei, Ausschlüsse abzubauen und eigene geschlechtsinklusive Strukturen auszubauen.
- Wir unterstützen unsere Schulen bei der Durchführung von Projekten zu Themen geschlechtlicher, sexueller und kultureller Vielfalt.
- Wir unterstützen unsere Vereine darin, die gleichberechtigte Teilnahme von nicht binären und inter*-Personen zu ermöglichen,
- Wir setzen uns für diskriminierungsfreie Vergabepraktiken im sozialen Wohnungsbau ein. Notunterkünfte, Frauen*häuser und Obdachlosenhilfen sollen explizit queere, inter* und trans* Personen willkommen heißen.
- Wir unterstützen unseren örtlichen Christopher Street Day (CSD). An wichtigen Tagen (z.B. am 17. Mai) sowie während des Pride-Monats wollen wir am Rathaus die Regenbogenflagge hissen.
- Wir werden eng mit Bund und Land zusammenarbeiten, um abgestimmt alle notwendigen Maßnahmen zu treffen, die Menschen, die sich in Delmenhorst aufhalten, zu schützen.
- Alle öffentlichen Einrichtungen wie Krankenhäuser, Pflegeheime, Schulen, Kindergärten müssen mit den notwendigen Ressourcen ausgestattet werden, ihre Bewohner*innen im Notfall ausreichend zu schützen und zu versorgen.
- Alle Delmenhorster Haushalte müssen regelmäßig Informationen erhalten, wie sie sich für Notsituationen vorbereiten können. Dies muss in mehreren Sprachen geschehen.
- Wir wollen eine Innenstadt-Streife mit Polizei, Sozialarbeiter*innen und Mitarbeiter*innen des Ordnungsamts einführen. Dabei steht die Idee von Kontaktbeamt*innen im Vordergrund.
- Wir wollen Graffiti an öffentlichen Flächen beseitigen lassen und parallel Sprayern Flächen für ihre Kunst anbieten. Von Graffiti betroffenen Hausbesitzern soll Unterstützung durch die Stadtwerkegruppe angeboten werden.
- Wir wollen die Aktion „Delmenhorst putzt sich heraus“, mehrmals im Jahr durchführen und die Zahl der Teilnehmenden durch eine stärkere Ansprache von Firmen, Vereinen und Gemeinden erhöhen.
- Wir wollen regelmäßige interkulturelle Stadt- und Straßenfeste fördern.
- Wir fordern eine Waffenverbotszone in der Innenstadt und in öffentlichen Einrichtungen.
- Wir wollen, dass Alltagsradwege auch abseits von Straßen beleuchtet werden. Hier setzen wir auf mit Bewegungsmeldern gesteuerte Beleuchtungen.
Bildung und Jugend
- Für uns reicht es nicht aus, nur mehr Plätze zu stellen. Kitas brauchen qualifiziertes Personal mit guten Arbeitsbedingungen. Deshalb wollen wir prüfen, wie eine Ausbildungsvergütung in der Sozialpädagogik helfen kann, mehr Menschen für diesen Beruf zu gewinnen. Kitas müssen auch als Arbeitsplätze attraktiver werden mit guter Ausstattung und vernünftigen Personalräumen. Frühkindliche Bildung gelingt nur dann gut, wenn Fachkräfte nicht dauerhaft an ihrer Belastungsgrenze arbeiten.
- Zu guter Qualität gehört für uns auch gesundes Essen und eine frühe Sprachförderung. Wir wollen vollwertige, frische Verpflegung in Kitas und Grundschulen stärken und uns für ein gesundes gemeinsames Frühstück sowie perspektivisch bessere Standards beim Mittagessen einsetzen. Sprache ist ein Schlüssel zur Teilhabe. Deshalb wollen wir Sprachförderung frühzeitig und strukturell stärken – nicht erst dann, wenn Defizite schon zu groß geworden sind.
- Der Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung ab 2026 macht deutlich, dass Delmenhorst hier nicht länger nur improvisieren darf. Ganztag darf nicht bloße Aufbewahrung sein. Wir wollen verlässliche Grundstandards: feste Zeiten, betreute Lernzeiten, Bewegung und kreative Angebote, Rückzugsräume, gutes Mittagessen und starke Partner aus VHS, Musikschule, Vereinen und weiteren Trägern. Delmenhorst hat dafür bereits Anknüpfungspunkte – etwa die VHS im Schulganztag, Kooperationsmöglichkeiten mit der Musikschule und konkrete Schulessen-Praxisbeispiele. Diese Basis wollen wir systematisieren und qualitativ ausbauen.
- Zu einer guten Lernumgebung gehört für uns auch ein sicheres und gesundes Schulumfeld. Wir wollen grüne Pausenhöfe, Schulgärten, Schatten, Sitzgelegenheiten und Schulhöfe, die als Aufenthalts- und Lernorte funktionieren.
- Schwimmen ist für uns eine Lebenskompetenz. Deshalb wollen wir darauf hinarbeiten, dass Kinder in Delmenhorst bis zum Ende der Grundschule schwimmen lernen können.
- Und weil gute Schulen nicht am Schultor enden, unterstützen wir das Schulstraßen-Konzept ausdrücklich: Wo es sinnvoll ist, sollen zeitweise verkehrsberuhigte Schulumfelder, sichere Querungen, Fahrradabstellplätze und sinnvolle Hol- und Bringpunkte den Schulweg sicherer machen. Sichere Schulwege sind für uns ein zentraler Bestandteil guter Schulpolitik.
- Schulsozialarbeit ist für uns eine tragende Säule. Wir wollen sie verlässlich ausbauen und als Poolmodell stärken, damit Unterstützung dort ankommt, wo sie im Alltag gebraucht wird. Prävention ist dabei genauso wichtig wie Hilfe in Krisen: Gewaltprävention, Medienkompetenz statt pauschaler Verbote, Aufklärung und verlässliche Beratungsangebote müssen stärker zusammengedacht werden.
- Auch kommunale Möglichkeiten im Bereich Sexualpädagogik und Prävention sollen geprüft und genutzt werden.
- Darüber hinaus halten wir einen kommunalen Fördertopf für Demokratieprojekte von Schüler*innen für sinnvoll, damit junge Menschen Mitsprache praktisch erleben können.
- Bildungsgerechtigkeit heißt für uns aber auch, strukturelle Hürden abzubauen. Wir wollen längeres gemeinsames Lernen stärken und zusätzliche Gesamtschulplätze ermöglichen, weil Bildungserfolg in Delmenhorst nicht zu stark von früher Sortierung abhängen darf. Sprachförderung und Integration müssen wohnortnah und alltagstauglich organisiert werden – von der Grundschule bis in weiterführende Schulen.
- Gleichzeitig wollen wir ganz praktische Hindernisse ernster nehmen: unnötige Hürden bei Schulmaterialien, Unterstützung bei Ausflügen, bessere Lernbedingungen für Kinder ohne ruhigen Arbeitsplatz zu Hause und stärkere Netzwerke für Schüler*innen, die nicht auf familiäre Kontakte zurückgreifen können. Ideen wie Materialbörsen, niedrigschwellige Lernförderung oder schulnahe Lotsen- und Netzwerkangebote weisen aus unserer Sicht in die richtige Richtung.
- Dazu gehören auch queere Angebote, ein Jugendcafé und die Prüfung, wie mobile Formate wie ein Jugendbus sinnvoll eingesetzt werden können.
- Wichtig ist uns, dass Jugendpolitik nicht nur aus Regeln und Kontrolle besteht. Wir wollen kreative Angebote wie Musikprojekte, Theater, Graffiti, Tanz, Repair-Cafés oder Schülerfirmen stärken und Jugendbeteiligung in den Quartieren ernster nehmen. Wer junge Menschen erreichen will, muss ihnen auch etwas zutrauen. Deshalb unterstützen wir integrierte Stadtteilansätze, bei denen Jugendangebote, Treffpunkte, Beteiligung und Alltagsorte zusammen gedacht werden.
- Wir wollen Spielplätze zu Orten für alle Generationen weiterentwickeln. Alle Kinder brauchen attraktive Spielmöglichkeiten, Jugendliche sichere Treffpunkte und ältere Menschen wohnortnahe Bewegungsangebote. Deshalb setzen wir uns für moderne, inklusive und barrierefreie Spiel- und Bolzplätze, Bewegungsflächen, Fitnessgeräte, Sitzmöglichkeiten und mehr Aufenthaltsqualität ein. Gleichzeitig müssen bestehende Anlagen regelmäßig gepflegt und instandgehalten werden. Freizeitangebote dürfen nicht nur gebaut, sondern müssen auch dauerhaft erhalten werden.
- Dazu gehören Jobmessen, Praktikumsbörsen, bessere Kontakte zu Betrieben und ein stärkerer Praxisbezug. Der „Markt der Möglichkeiten“ ist dafür ein guter Ansatzpunkt, sollte aber gezielt um einen stärkeren Bereich Privatwirtschaft und Ausbildung erweitert werden. Jugendliche brauchen echte Kontakte, nicht nur Broschüren.
- Wir wollen einen Runden Tisch Ausbildung als verbindlichen Steuerkreis von Stadt, Schulen, berufsbildenden Schulen, Jugendberufsagentur, Arbeitsagentur, Jobcenter, Betrieben und Kammern etablieren. Dort sollen Jahresziele, Maßnahmen und Verantwortlichkeiten geklärt werden – von Praktikumsplätzen über Betriebsbesuche bis zu Speed-Datings und Beratungsformaten. Berufsorientierung soll in Delmenhorst systematischer werden, zum Beispiel durch Coaching, Eignungschecks, sichtbare U25-Angebote und mehr Begleitung beim Übergang. Gute Übergänge passieren nicht zufällig. Sie brauchen Struktur.
- Zur Zukunftsperspektive gehört für uns auch eine starke berufliche Bildung. Berufsbezogene Sprachkurse, Anerkennungsberatung und Nachqualifizierung sind wichtig, damit Zugewanderte und Quereinsteiger*innen ihre Chancen auch wirklich nutzen können.
- Gleichzeitig müssen BBS und VHS baulich, technisch und digital modern aufgestellt werden. Die geplante Außenstelle der BBS II an der Langen Straße im ehemaligen Karstadt-/Hertie-Areal, bei der externe Nutzergruppen wie die VHS ausdrücklich mitgedacht werden, kann ein neuer Bildungs- und Qualifizierungsknoten mitten in der Stadt werden.
Kultur und Freizeit
- Bestehende Orte wie die Markthalle, die Nordwolle, Haus Coburg, die Stadtbibliothek, die Musikschule und weitere Spielstätten sollen besser unterstützt, breiter genutzt und verlässlicher abgesichert werden.
- Dazu gehört für uns auch, die Markthalle stärker für unterschiedliche Musikrichtungen zu öffnen und eintrittsfreie Kulturveranstaltungen zu fairen und tragbaren Konditionen zu ermöglichen. Kultur darf nicht jedes Jahr neu ums Überleben kämpfen müssen.
- Wir wollen eine verlässliche Förderung für Kulturvereine und Kulturschaffende durch einen offenen Kulturfonds. Sponsoring soll dabei transparent und nach bestimmten Kriterien möglich sein.
- Auch Jugendkultur gehört für uns in diesen Zusammenhang. Die Villa soll zu einem niedrigschwelligen Kultur- und Jugendhub weiterentwickelt werden – mit Open Stage, Probenmöglichkeiten und Raum für Schulbands, Poetry oder kleine Comedy-Formate. Dafür braucht es eine vereinfachte, praxistaugliche Raumvergabe, passende Technik und Modernisierung nach Bedarf. Kostenloses WLAN kann dort zusätzlich eine Brücke zu Jugendlichen und Streetwork schlagen. So entsteht ein Ort, an dem junge Menschen Kultur nicht nur konsumieren, sondern auch selbst gestalten können.
- Wir fordern die Ausweitung des zentralen Veranstaltungskalenders, damit Termine besser sichtbar werden und Kultur nicht nebeneinander herläuft. Die Stadt soll Kultur und Veranstaltungen aktiver über ihre eigenen Kanäle bewerben.
- Für die Innenstadt und Abendkultur wollen wir rechtssichere und alltagstaugliche Regeln. Der laufende politische Diskurs zum „rechtssicheren Rahmen Innenstadt“ zeigt genau den Punkt: Es geht nicht um rücksichtslosen Lärm, sondern um die Planbarkeit von Veranstaltungen und Kultur mit standortbezogenen Regeln zu ermöglichen. Offene Bühnen, Stadtteilfeste, Kino- und Theaterformate im Freien, Open-Air-Kino und auch Formate wie Public Viewing sollen nicht an unnötigen Hürden scheitern. Was rechtlich oder organisatorisch nicht sofort geht, muss zumindest einfacher und planbarer werden.
- Wir wollen außerdem Kultur im Stadtraum sichtbarer machen. Fassadenkunst, Murals, legale Street-Art-Flächen, ausgewiesene Straßenmusik-Spots mit einfachen Regeln und kleine Public Spaces mit Sitzinseln oder mobilen Bühnenmodulen können Delmenhorst aufwerten, ohne dass dafür große Neubauten nötig sind. Kultur soll auch dort erlebbar sein, wo Menschen ohnehin unterwegs sind – in der Innenstadt, an Übergängen und in den Stadtteilen.
- Wir wollen prüfen lassen, ob Delmenhorst zusätzlich in größeren Abständen ein kulturelles Leuchtturmprojekt tragen kann. Ein solches Format braucht einen passenden Ort, ausreichend Vorlauf und ein tragfähiges Modell aus Finanzierung, Sponsoring und Organisation. Deshalb ist das für uns ein Prüfauftrag und kein Schnellversprechen.
- Ehrenamt ist dabei eine tragende Säule. Viele Angebote in Kultur, Vereinsleben und Freizeit wären ohne freiwilliges Engagement nicht möglich. Dieses Engagement verdient Lob, aber vor allem konkrete Unterstützung. Wir wollen Räume für Vereinsarbeit sichern, Vergünstigungen und Anerkennungsformen wie einen Ehrenamtspass weiterentwickeln und ehrenamtlich Engagierte besser entlasten. Dazu gehören aus unserer Sicht mehr Übersicht, bessere Vernetzung und praktische Unterstützung statt neuer Hürden.
- Teilhabe heißt für uns auch: Kinder und Jugendliche sollen leichter Zugang zu Kultur, Freizeit und Sport bekommen. Im Sport wollen wir Teilhabeleistungen und lokale Förderung besser verzahnen, damit Beiträge und Grundausstattung nicht zur Hürde werden.
- Gleichzeitig sollen Schulen und Vereine im Ganztag stärker zusammenarbeiten. Nicht nur die größten und sichtbarsten Angebote dürfen profitieren. Gerade kleinere Initiativen, Nachwuchsarbeit und niedrigschwellige Formate müssen mitgedacht werden.
- Mit dem Delmenhorst-Pass wollen wir künftig ein einheitliches, diskriminierungsarmes Zugangssystem für alle schaffen, das schrittweise auch Kulturangebote, Ehrenamtsvorteile und weitere Teilhabebausteine bündeln kann. Wichtig ist uns dabei: Der Pass soll ein Stadtpass für alle sein, bei dem Vergünstigungen im Hintergrund hinterlegt werden.
- Wir wollen öffentliche Freizeitorte stärken, die im Alltag wirklich genutzt werden. Dazu gehören Picknick- und Aufenthaltsorte, moderne Mehrgenerationen-Freizeitplätze und Angebote für Jugendliche, Erwachsene und ältere Menschen. Ein guter Freizeitplatz soll unterschiedliche Zonen für Spiel, Aufenthalt und Bewegung bieten für alle Altersgruppen.
- An größeren Standorten soll zusätzlich geprüft werden, ob Trinkwasser, Toiletten oder punktuell auch ausgewiesene Grillmöglichkeiten sinnvoll sind.
- Auch die bestehende Hundefreilauffläche wollen wir qualitativ verbessern. Eine gute Hundewiese sollte ausgestattet sein mit Sitzbänken, Abfalllösungen, Beutelspendern, robusten Beschäftigungselementen und wenn möglich Wasser. Zusätzlich soll geprüft werden, ob langfristig ein weiterer Standort sinnvoll und machbar ist.
- Bewegung muss in Delmenhorst aber auch ohne Vereinsmitgliedschaft möglich sein. Deshalb wollen wir offene Bewegungsangebote in Parks und Quartieren gezielt ausbauen. Hierzu gehören die Aufwertung und bessere Sichtbarmachung des Bewegungsstandorts an den Graftwiesen, weitere frei zugänglichen Sport- und Bewegungsflächen, mehr Outdoor-Fitness und einem Delmenhorster „Sport im Park“. Solche Angebote erreichen Menschen, die nicht oder noch nicht in Vereinen organisiert sind, und stärken Gesundheit und Teilhabe im Alltag.
- Gleichzeitig bleiben Vereine ein zentraler Teil des sozialen Zusammenhalts in Delmenhorst. Wir wollen Vereinsleben, Breitensport und sportliche Teilhabe gezielt stärken: mit besserem Zugang zu Vereinsangeboten für Kinder und Jugendliche, Unterstützung bei Grundausstattung und einer stärkeren Zusammenarbeit von Schulen und Vereinen im Ganztag.
- Mit dem geplanten Delmenhorst-Pass wollen wir perspektivisch auch sportliche Teilhabe stärken – etwa durch hinterlegte Vergünstigungen oder Unterstützungen für Kinder und Jugendliche.
- Ehrenamt im Sport wollen wir sichtbar anerkennen und praktisch entlasten.
Demokratische Teilhabe
- Wir setzen uns daher dafür ein, dass Delmenhorst eine Verwaltungsstrategie zur Digitalisierung entwickelt. Dabei werden die digitale Souveränität und der Aufbau eigener Kompetenzen (zum Beispiel durch Schulungen, Personalressourcen) priorisiert und zur Grundlage für Entscheidungsprozesse.
- Um Kosten zu sparen und effizienter zu verfahren, muss mit anderen niedersächsischen Kommunen und Verwaltungen sowie dem Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung, zusammengearbeitet werden. So werden auch Doppelstrukturen und -entwicklungen auf Kosten der Steuerzahler*innen verhindert. Statt Insellösungen möchten wir gemeinsam mit Anderen die „Best Practices“ der IT umsetzen. Dabei können auch Rahmenverträge mit anderen Kommunen abgeschlossen werden.
- Künstliche Intelligenz soll in der Verwaltung nur dort eingesetzt werden, wo sie Bürger*innen wirklich einen Vorteil bringt und Datenschutz, Nachvollziehbarkeit und Datensicherheit gewährleistet sind. Einfachere und ressourcenschonendere Lösungen haben für uns Vorrang.
- Grundsätzlich soll Software aus Niedersachsen, Deutschland und der Europäischen Union zum Einsatz kommen. Hiermit wollen wir sicherstellen, dass wir Arbeitsplätze in Niedersachsen, Deutschland und Europa sichern und entwickeln. Quelloffene Software ist hierbei zu bevorzugen. Geschlossene Software darf nur dort zum Einsatz kommen, wo es keine Alternative gibt. Geschlossenen Lösungen von außerhalb des europäischen Rechtsraums wollen wir grundsätzlich ablösen, insbesondere wenn auf Servern Daten von Bürger*innen gespeichert werden.
- Wir setzen uns dafür ein, dass das bereits in der Verwaltungsstrategie verankerte Ziel der offenen Daten konsequenter verfolgt wird und öffentliches Geld auch in öffentlichem Quellcode resultiert. Vertragsverlängerungen sollen sorgfältig geprüft werden, damit die digitalen Transformationsprozesse keine zusätzlichen Kosten und doppelte Strukturen nach sich ziehen. Effiziente, ressourcen- und kostensparende Lösungen im Sinne der digitalen Souveränität werden bevorzugt.
- Digitale Transformationsprozesse sollen mit Schulungsmaßnahmen für das Personal unterstützt werden. Eine Sonderrolle nehmen hier schulische Verwaltungsstrukturen ein, da die Stadt als Träger und das Land als Dienstherr sich zu Verantwortlichkeiten abstimmen müssen und den digitalen Transformationsprozess mit Schulungen begleiten müssen. Damit diese unterschiedlichen Zuständigkeiten den Erfolg des Prozesses nicht gefährden, stimmt die Stadt mit dem Land die Schulungsmaßnahmen ab und unterstützt.
- Wir wollen eine Verbesserung der Sicherheit unserer Systeme, indem das Wissen hierzu mit anderen Kommunen und übergeordneten Einrichtungen ausgetauscht wird. Hier kann auch eine Abgabe der IT an eine interkommunale Einrichtung möglich sein, wenn vor Ort nicht genügend Fachpersonal gewonnen werden kann.
- Bei Bedarf soll die Verwaltung Unterstützung bei der Nutzung digitaler Dienste anbieten. Dafür soll es im Rahmen von Bürger*innen-Sprechstunden, Digitalcafés oder Terminen im Bürgerbüro einen Raum geben.
- Wir wollen die Einführung und Weiterentwicklung lokaler Präventionsprojekte gegen Rassismus, Antisemitismus und Menschenfeindlichkeit begleiten und fördern.
- Wir unterstützen die Gründung eines unabhängigen Beirats für Vielfalt und Antidiskriminierung (mit beratender Stimme im Stadtrat), sowie den Aufbau einer niedrigschwelligen Beratungsstelle gegen Diskriminierung.
- Wir unterstützen auch weiterhin Aktionen wie “Schulen ohne Rassismus, Schulen mit Courage”, Wochen gegen Rassismus und die Radikalisierungsprävention.
- Wir lehnen jede Form der Zusammenarbeit mit der AfD auf kommunaler Ebene ab.
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Wie ist das Grüne Wahlprogramm entstanden?
Über einen Zeitraum von mehr als einem Jahr hat sich eine Gruppe von Mitgliedern als Kommunalwahlkommission getroffen. Es wurden Ideen gesammelt, Expert*innen eingeladen und Bürger*innen gefragt. Die Ideen haben wir intern besprochen und in Arbeitsgruppen in Forderungen formuliert. Diese wurden dann von unserer Ratsfraktion auf Umsetzbarkeit geprüft. Am Ende hat der Kreisverband auf einer Mitgliederversammlung am 09. Juni 2026 das Grüne Wahlprogramm für Delmenhorst einstimmig beschlossen.
Kommunalwahl in Delmenhorst
Eine Wahl betrifft längst nicht nur bundes- oder gar EU-weite Entscheidungen, sondern auch deine Stadt Delmenhorst.
Übrigens: Eine Besonderheit der Kommunalwahl in Niedersachsen ist, dass das Mindestwahlalter nur 16 Jahre beträgt. Somit kann auch ein junger Mensch in Niedersachsen an der Gestaltung seiner Stadt oder Gemeinde teilhaben.
Aber auch für die Bundestagswahlen bestimmt man letztendlich als Wähler*in, welche Themen im Bundestag diskutiert werden. Nur wenn man selbst wählen geht, kannst man sich für die Ziele einsetzen, die einem persönlich wichtig sind.
Wer am Wahltag keine Zeit hat, nutzt die Briefwahl. Mehr Infos hier.