Verkehrssituation

Die Verkehrssituation in Delmenhorst

Die Klimamusterstadt muss einen Beitrag leisten

Der Verkehrsbereich ist mit ca. 25% am weltweiten CO2 Ausstoß ein großer Verursacher der Klimaerwärmung. Davon wiederum fallen ca. 80% auf den Straßenverkehr, und in den letzten 30 Jahren ist der CO2 Ausstoß im Verkehrsbereich nicht gesunken. Hier besteht also großer Handlungsbedarf.
Ziel Grüner Verkehrspolitik ist es, dass sich jeder Mensch so einfach wie möglich sein Ziel schnell, zuverlässig und bequem, klima- und umweltfreundlich erreichen kann. Auch dazu können und müssen wir in Delmenhorst als Klimamusterstadt einen Beitrag leisten. Die Straßen in unserer Stadt haben eine begrenzte Größe.

Alle Verkehrsarten müssen sich diesen Platz teilen

In der Vergangenheit wurde dem Autoverkehr ein überproportional großer Anteil am Verkehrsraum eingeräumt. Hier wird schon umgesteuert und Ziel unserer Grünen Verkehrspolitik ist es diesen Prozess weiter fortzusetzen. Im Konkreten heißt das dann für Delmenhorst: Ausbau und Beschleunigung des öffentlichen Nahverkehrs. Dabei sind auch neue Formen des automatisierten Fahrens im ÖPNV zu berücksichtigen, wie sie schon in anderen Städten in der Erprobung sind.

Ausbau des Radwegnetzes

Durch die starke Verbreitung von E-Bikes ist es nötig, die Fahrradwege so zu gestalten, dass auch mit 25km/h ein bequemes, zügiges und sicheres Fahren möglich ist. Der Radverkehr muss eine echte Alternative zum Autoverkehr werden, so dass man gerne und mit Spaß das Fahrrad benutzt. Ein zu Fuß gehen darf nicht dadurch unattraktiv werden, dass die Benutzung der Gehwege einem Hindernislauf gleicht, wo ein unebener Belag, Pfützen, abgestellte Autos- überlange Ampelschaltungen das fortkommen behindern.

E-Mobilität

Die Elektromobilität muss vorerst weiter gefördert werden, so dass es attraktiver wird, mit einem CO2 neutralem E-Auto zu fahren, anstatt mit einem Verbrenner.

Keine B212 durch Delmenhorst

Auch die überregionale Verkehrspolitik im letzten Jahrtausend war einseitig auf den Autoverkehr ausgerichtet. Aus dieser Zeit stammen die Planungen für die B212. Inzwischen ist es Grundkonsens, dass wir dringend eine Verkehrswende brauchen, wo der Eisenbahnverkehr eine viel größere Bedeutung hat. Ein Festhalten an den Plänen der B212 läuft einer Verkehrswende zuwider und ist daher abzulehnen.

Grüne Mobilität

Grüne Mobilität heißt, dass Menschen in ihrer Geschwindigkeit zuverlässig, sozial verträglich und nachhaltig zu ihrem Ziel gelangen können. Deshalb muss sich die Verkehrsplanung nach folgenden Grundsätzen richten:

  • Vorrang für den öffentlichen Nahverkehr, Fußgänger und Fahrradfahrer
  • Vermeidung und Reduzierung von Verkehrslärm
  • Keine B212 durch Delmenhorst

Guter ÖPNV orientiert sich an den Bedürfnissen der Menschen!

  • Ist die Streckenführung noch optimal?
  • Sind weitere Haltestellen sinnvoll?
  • Ist der abendliche Betriebsschluss noch zeitgemäß?
  • Ist problemloses Umsteigen möglich?

Umwelt schonen, Lärm vermeiden!

  • Alternativen zum Autoverkehr stärken
  • Kurze Verbindungswege für Fußgänger und Fahrradfahrer
  • Förderung von Carsharing
  • Optimierung des Verkehrsflusses
  • Bessere Ampelschaltung, niedrigere Geschwindigkeit
  • Kreisverkehr, wo möglich
  • Wohngebiete vom Gewerbeverkehr entlasten
  • Verbesserter Fahrbahnbelag
  • Einbahnstraßen-Regelung
  • Parkraumbewirtschaftung
  • Bauliche Lärmschutzmaßnahmen