Prüfantrag zum Bibliothek der Dinge angenommen
Nicht alles muss gekauft werden, um es nutzen zu können. Viele Gegenstände werden nur selten gebraucht, nehmen Platz weg und verursachen Kosten. Eine Bibliothek der Dinge könnte hier eine praktische und nachhaltige Lösung bieten.
Deshalb soll geprüft werden, ob ein solches Angebot auch in Delmenhorst umgesetzt werden kann. Dabei sollen mögliche Kooperationen mit der Stadtbücherei, lokalen Vereinen, Initiativen oder dem Repair Café ebenso betrachtet werden wie die Erfahrungen anderer Städte, in denen Bibliotheken der Dinge bereits erfolgreich etabliert wurden. Der Ausschuss für Kultur und Sport hat unserem Prüfantrag dazu angenommen.
Eine Bibliothek der Dinge ermöglicht das Ausleihen von Gegenständen, die im Alltag nur gelegentlich benötigt werden. Dazu können beispielsweise Werkzeuge, Küchengeräte, Spielzeug oder Ausstattung für Feiern und Veranstaltungen gehören. So erhalten Bürgerinnen und Bürger unkomplizierten Zugang zu nützlichen Dingen, ohne sie selbst anschaffen zu müssen.
Das schont Ressourcen, vermeidet unnötigen Müll und hilft dabei, Geld zu sparen. Gerade in Zeiten steigender Lebenshaltungskosten und begrenzten Wohnraums kann gemeinsames Nutzen statt Besitzen einen echten Mehrwert schaffen.
Außerdem stärkt eine Bibliothek der Dinge das gemeinschaftliche Miteinander. Bibliotheken sind längst mehr als Orte für Bücher. Sie sind Treffpunkte, Orte des Austauschs und wichtige Anlaufstellen für die Stadtgesellschaft. Eine Erweiterung des Angebots könnte diese Rolle weiter ausbauen und neue Nutzergruppen ansprechen.
Im Rahmen der Prüfung sollen auch mögliche Fördermöglichkeiten, geeignete Standorte, potenzielle Partner sowie der personelle, räumliche und finanzielle Aufwand untersucht werden. Denkbar wäre zudem ein schrittweiser Start, etwa im Rahmen eines Pilotprojekts.
Zahlreiche Städte und Gemeinden in Deutschland zeigen bereits, dass das Konzept funktioniert. Eine Bibliothek der Dinge kann nicht nur zu einem bewussteren Umgang mit Ressourcen beitragen, sondern auch die Attraktivität öffentlicher Einrichtungen stärken und das Angebot für die Bürgerinnen und Bürger erweitern.