Pressemitteilung zum Neubau des Wasserwerks
Am 27. Januar wird im Ausschuss für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Gewässerschutz erneut über den Neubau eines Wasserwerks in der Graft gesprochen.
Die Fraktion der Grünen hat in den vergangenen Jahren mehrfach vor dem Irrweg eines Wasserwerkneubaus in Delmenhorst gewarnt und dem Bau auch nicht zugestimmt. Letztmalig wurde im Jahr 2023 von uns ein Änderungsantrag eingereicht, der es den Stadtwerken ermöglichen sollte, Alternativen zu prüfen. Leider wurde dieser Antrag abgelehnt.
Die SWD hatte damals bereits auf die erhöhten Trinkwasserpreise hingewiesen. „Die prognostizierten hohen Preise für Trinkwasser wollen wir den Einwohner*innen Delmenhorsts nicht zumuten“, so Marianne Huismann. Und das Kartellamt hält die prognostizierten Preisberechnungen jetzt für rechtlich angreifbar. Leider haben die großen Parteien nicht auf uns gehört. Delmenhorst braucht gutes und preiswertes Trinkwasser, dafür haben wir die Stadtwerke.
„Der hohe Grundwasserstand darf nicht der einzige Grund für ein Wasserwerk in der Graft sein“, meint Harald Schneewind. Aber angetrieben durch das SPD-Aktionsbündnis „Rettet die Graft“ wurden viele Bürger*innen besonders im Winter 2023/24 verunsichert, weil die Problematik des hohen Oberflächenwassers mit dem Bau eines Wasserwerkneubaus als Lösung aller Probleme verknüpft wurde.
Immer wieder wurde von der Naturschutzbehörde und der Stadtwerkegruppe darauf hingewiesen, dass diese Probleme anders gelöst werden müssen. Darauf sollten wir jetzt verstärkt unser Augenmerk richten. Eine Starkregenkarte für Delmenhorst liegt bereits vor. Daraus lassen sich effektive Maßnahmen ableiten. Für uns ist es wichtig, diese Vorsorgemaßnahmen zur Vermeidung von Schäden bei Starkregenereignissen mit einem nachhaltigen Konzept zeitnah in Angriff zu nehmen. Dafür benötigen wir u.a. ein Frühwarnsystem, eine bessere Ableitung und Speichermöglichkeit von Wasser und evtl. Verbesserungen im Kanalnetz.